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Zu den Dingen, welche Benutzer des Inter-
nets am meisten ärgern, gehören lange Wartezeiten beim Aufbau einer Seite (vgl. Donnelly 2001; S. 83-85). Große e-Com-
merceseiten mit vielen Bilddateien oder Seiten, für die man zusätzliche Software herunterladen muß, haben nur geringe bis gar keine Chancen auf guten Umsatz. Die Kunden verlassen das "Geschäft" direkt an der Ladentür (vgl. Klietmann, 1998). Das ist eigentlich relativ trivial, denn wer wartet schon gern. Im Internet muß man dies je-
doch besonders beachten, da im Gegen-
satz zur realen Welt das nächste Geschäft nur ein oder zwei Klicks entfernt liegt (vgl. Wirth, 2000 a).
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Es gibt noch einen weiteren Grund, warum lange Ladezeiten vermieden werden sollten. Von großer Bedeutung für den Benutzer ist es, daß er auf seine Befehle sofort ein Feedback erhält, um Handlung und Hand-
lungsfolgen aufeinander zu beziehen (vgl. Norman, 1989; S. 21, 40-41). Unmittelbar heißt, daß bis zum Feedback weniger als eine Sekunde vergeht. Durch die techni-
schen Beschränkungen des Internets und mancher Computer verlängert sich diese Zeitspanne jedoch. In der Regel geht man von 10 Sekunden Wartezeit im Internet aus, welche von den Benutzern toleriert werden (vgl. Nielsen, 2000; S. 42). |
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Dies hängt aber von der Art der Nutzung des Netzes ab. Menschen, die bestimmte Musiktitel suchen und hören möchten, neh-
men mehr Zeit in Kauf, weil sie wissen, daß es sich um große Dateien handelt. Bei ei-
nem Büchershop mit sehr unterschiedlichen Benutzern zB. liegt die Toleranzgrenze eher im 10 Sekundenbereich. Dies ist besonders bei der Gestaltung der Startseite zu beacht-
en.
Die Bindung der Aufmerksamkeit der Benut-
zer leidet unter Wartezeiten über dem oben genannten Bereich. Liegen die Zeiten da-
rüber, verliert er die Konzentration. (vgl. Nielsen, 2000; S. 44). Bei e-Shops ist dies problematisch. Schnell wird so ein potent-
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ieller Käufer abgelenkt und bricht den Kauf ab, weil seine Aufmerksamkeit durch etwas Interessanteres gebunden wurde.
Vielleicht sind in ein diese Ausführungen über die Ladezeiten bald obsolet, weil die technische Entwicklung wesentlich vor-
angeschritten ist. Besonders in die Breit-
bandübertragung werden große Hoffnungen gesetzt. Bis es aber soweit ist, muß man sich den Gegebenheiten des derzeitigen Standes der Technik anpassen. Auch muß abgewartet werden, ob die entwickelte Technik sich auch am Markt durchsetzt, d.h., ob überhaubt ein Bedarf dafür bei den Menschen vorhanden ist.
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Literatur
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Donnely, V. (2001). Designing Easy-to-use Websites. Reading: Addison Wesley
Klietmann, M. (1998). Streitfall Onlineshopping - Wie Internetsurfer den Onlinekauf erleben. Online-Dokument: http://www.firstsurf.de/fragebo2.htm
Nielsen, J. (2000). Erfolg des Einfachen. München: Markt + Technik |
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Norman, D.A. (1989). Dinge des Alltags. Gutes Design und Psychologie
für Gebrauchsgegenstände. Frankfurt a.M.: Campus
Wirth, T. (2000 a). Ergonomie, Webdesign und Verkaufen. Online-Dokument: http://www.kommdesign.de/texte
/index.htm#Wissensmanagement
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Dirk Steinborn © 2002
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